3+3(+3)((+3))+2
… das bedeutet, etwas ausführlicher:
drei Hunde
drei Katzen
drei offiziell-noch-zu-vermittelnde-aber-wahrscheinlich-doch-nicht-mehr-Katzen
drei nur-zu-Gast-aber-schon-so-lange-dass-sie-irgendwie-dazugehören-Katzen
sowie zwei Menschen
Die folgenden Namen, Daten und Fakten werden zukünftig als bekannt vorausgesetzt und bei Bedarf – auch im Rahmen nicht angekündigter Tests – abgefragt

Gina (* Frühjahr 1992)
Gina stammt aus Norditalien, von wo aus sie von einer ehemaligen italienischen Arbeitskollegin nach München importiert wurde. Ursprünglich hieß Gina „Napoleone“ was darauf zurückzuführen war, dass eine gewisse Unklarheit über ihr Geschlecht bestand. Nachdem diese Unklarheit beseitigt und Napoleones Schicksal in unsere Hände gelegt wurde, taufte ich sie „Gina“, weil Gina Lollobrigida 1992 noch das erste war, was mir zu Italien einfiel. Inzwischen denke ich bei Italien altersbedingt eher an Spaghetti Puttanesca und Montepulciano d’Abruzzo – aber glücklicherweise muss ich auch keine italienischen Katzen mehr taufen.

Ginas Temperament gleicht – eher unitalienisch – dem eines Tieres aus dem Hause Steiff. Ihr Aktionsradius von knapp 20qm macht sie nicht nur für die Wohnungs- sondern sogar für die Zimmerhaltung geeignet.
Als besonderes Merkmal wäre zu erwähnen, dass sie trotz ihrer inzwischen fast 15 Lenze noch immer nuckelt, wobei das erwählte Opfer innerhalb weniger Minuten beim nächsten Wet-T-Shirt-Contest kandidieren könnte.

In unserem Team übernimmt Gina die Funktion des
Guten Beispiels:
„Gucken Sie mal, wie brav unsere Katzen sind … die machen garantiert keinen Unsinn.“
Als nächstes kam zu uns
Whisky (* Sommer 1996)
An einem sonnigen Juniabend 1997 stand Whisky plötzlich in unserem Garten. Nachdem er bereits einige Tage durch unsere Siedlung gestreunt war, erlag er letztendlich den Verlockungen unseres winzigen Goldfischteichs. Sobald sein Durst gestillt war, füttere meine Schwiegermutter den Vagabunden mit den Resten der soeben verspeisten Paella, woraufhin Whisky beschloss, uns zu adoptieren. Er verbrachte die folgenden Nächte auf der Terrasse, bis Gabi energisch wurde: „Der Hund muss weg.“

Dann fuhr Sie in den Supermarkt und kaufte Hundefutter, Näpfe Halsband und Leine. Ich dagegen führte ein Telefonat mit dem Tierheim, machte einen Termin beim Veterinär und begann, den Garten einzuzäunen…

Jegliche Bedenken hinsichtlich unserer Katzen machte Whisky kurzerhand zunichte, indem er sich vor ihnen fürchtete. Whisky ist im Grunde genommen ein Schaf im Wolfspelz und dementsprechend beliebt bei allen, die ihn näher kennen. Zumindest bis sie das erste Mal mit ihm in einem Auto fahren …
In unserem Team ist Whisky der
Chef der Security und vor allem der
Sündenbock wenn sich kein anderer Schuldiger finden lässt.
Im Jahr 2000 begann Gabi im örtlichen Tierheim auszuhelfen, was unser Leben (und vor allem auch die Zahl der Mitglieder im Haushalt) nachhaltig veränderte. Von nun an gehörten Pflegetiere zum festen Bestandteil unseres häuslichen Lebens. Eines davon war
Timmy (* Frühjahr 2001)
Zusammen mit seinem Kumpel Tarzan wartete Timmy bei uns auf die Vermittlung in eine neue Familie. Während alle anderen Tiere vor, während und nach seiner Zeit schnell ein Zuhause fanden, wartete Timmy vergeblich. Bis wir ihn eines Tages nicht mehr hergeben konnten. Timmy täuscht seine Umgebung durch scheinbare Trägheit und Teilnahmslosigkeit (im Zusammenhang mit seinem Blick ist bereits der Begriff „stoned“ gefallen).

Tatsächlich ist er jedoch von einer an Renitenz grenzenden Furchtlosigkeit, was vor allem dadurch zum Ausdruck kommt, dass er sein Herrschaftsgebiet nach und nach auf die gesamte Siedlung ausgedehnt hat. Er geht überall ein und aus, wo und wann immer ihm danach ist. Meist ist ihm danach, wenn gerade irgendwo gegrillt wird. Wir stellen fest, dass sein Verhalten zu einer zunehmenden Polarisierung unter unseren Nachbarn führt. Man liebt ihn oder man hasst ihn. Entsprechend verändert sich dann auch unser Verhältnis zu den jeweiligen Nachbarn.

Timmy ist zudem ein begnadeter Jäger. Neben den obligatorischen Ratten und Mäusen fallen auch junge Wildkaninchen und Schlangen in sein Beuteschema.
In unserem Team ist Timmy
oberste Instanz aller Felidae und zudem wie bereits erläutert für die
nachbarschaftlichen Beziehungen verantwortlich.
Im Winter 2001 endete Gabis freiwillige Mitarbeit im Tierheim. Quasi als letzte „Amtshandlung“ brachte sie einige Hundewelpen mit nach Hause. Darunter
Cookie (* Herbst 2001)
Cookie wurde in einer regnerischen Novembernacht als Welpe vor dem Tierheim angebunden und verbrachte dort einige Wochen in einem winzigen Käfig, bis Gabi den kleinen Kerl kurz vor Weihnachten zu uns nach Hause brachte. Hier wuchs er zusammen mit Luna und vor allem mit Timmy auf, was vermutlich seine besondere Beziehung zu Katzen erklärt.
Als kleiner Helfer im Haushalt ist Cookie nahezu unersetzlich. Sein Hauptaufenthaltsgebiet ist die Küche, wo er alle versehentlich zu Boden fallenden Nahrungsmittel in kürzester Zeit rückstandsfrei entsorgt. Unschätzbar sind seine Dienste auch im Bereich der Kittenbetreuung. Hier umfasst sein Wirkungsbereich vor allem Putzdienste und allgemeine Aufsicht.

Auf Grund dieser Zivi-Tätigkeiten ist er von seinen Aufgaben im Bereich der Security weitgehend freigestellt. Wenn er bellt, dann meist viel zu spät, dafür dann allerdings um so länger.
Cookie, erfüllt neben den erwähnten Putz- und Pflegediensten im Team zudem noch die wichtige Rolle des
Prügelknaben
Luna (* Herbst 2001)
Luna wurde Anfang Dezember in einem Müllcontainer gefunden und gelangte fast umgehend in unsere Obhut. Nur wenige Wochen alt erkrankte sie kurz vor Weihnachten 2001 an Parvovirose und musste mehrere Tage lang in der Tierklinik um ihr junges Leben kämpfen. Als sie am Tag vor Heiligabend aus der Klinik entlassen wurde, war das unser schönstes Weihnachtsgeschenk und damit sicherte sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihrem Kumpel Cookie einen Platz unter unserem Weihnachtsbaum
Luna erfüllt in unserem Team eine sehr wichtige Funktion: Mit ihrer Hilfe lernen die kleinen Kätzchen, dass nicht alle Hunde Weicheier und Popoputzer sind, sondern bisweilen durchaus ernst genommen werden wollen und müssen.

Wie gut sie ihr goldenes Herz unter einer rauen Schale verstecken kann, müssen dabei nicht nur die Katzen sondern vor allem auch Cookie oft schmerzlich erfahren. Tatsächlich kann Luna aber keiner Fliege etwas zu Leide tun, und man hat sie sogar schon dabei gesehen, wie sie Cookie bei seinen Pflegetätigkeiten unterstützt hat.
Luna ist im Team
Vize-Chefin der Security und hier vor allem für das Frühwarnsystem zuständig.
Biene (* Frühjahr 2002)
Zwei ungleiche Geschwister, Teil 1:
Während ihr Bruder ein umgänglicher, verschmuster Kater war, gehörte Biene zunächst zur Fass-mich-nicht-an-oder-ich-kratze-beisse-spucke-Fraktion. So fand sich für ihren Bruder schnell ein Platz bei einer guten Bekannten und für Biene ein Platz unter unserer Kommode. Dort verbrachte sie etwa drei Monate, bis sie eines Tages beschloss, ihr Leben von Grund auf zu ändern.

Leider war es da schon für eine Vermittlung zu spät.
Inzwischen ist Bienchen zu einer verschmusten Fellkugel herangewachsen, die sich zumindest innerhalb des Hauses problemlos anfassen lässt. Ihre Haupttätigkeit besteht neben der Nahrungsaufnahme darin, vor der Terrassentür zu sitzen und unter kläglichem Maunzen darauf zu warten, hinaus-, beziehungsweise hereingelassen zu werden.
Biene kann seltsame Geräusche machen, wenn man sie an der Schwanzwurzel krault.

Darüber hinaus hat sie
keine besondere Funktion.
Und nun zu den drei offiziell-noch-zu-vermittelnde-aber-eigentlich-doch-nicht-mehr-Katzen
Susi (* Juni 2005)
Zwei ungleiche Geschwister, Teil 2:
Susi heißt „Susi“, weil ihr Bruder „Strolch“ heißt. Wie schon seinerzeit Bienchen verweigert Susi jeden näheren Kontakt mit Menschen. Während sie hervorragend mit anderen Katzen und Hunden klar kommt, ist für unsereinen die einzige Chance, sie anzufassen, wenn sie a) gerade frisst oder b) gaaaanz oben auf dem Kratzbaum liegt. Dann lässt sie sich sogar ausgiebig kraulen und rollt sich vor Vergnügen hin und her. Die Hoffnung, bei ihr eine ähnliche Entwicklung wie bei Biene zu erleben, haben wir schon fast aufgegeben, dazu dauert dieser Zustand jetzt nun schon zu lange. Abgesehen davon haben wir sie aber auch genau deswegen besonders ins Herz geschlossen. Sie ist nun mal etwas eigensinnig – na und?

Susi verbringt ihren Tag in erste Linie damit, Timmy zu beflirten und wichtig hinter Biene herzustolzieren, wenn diese herein oder hinaus will.

Mehr zu Susi gibt’s
hier
Dörte (* Juni 2006)
Dörte heißt Dörte, weil zu der Zeit, als sie zu uns kam, gerade ein gleichnamiges Tiefdruckgebiet über Europa wütete – und weil sich „Dörte“ so gut auf „gestörte“ reimt

Das kleine Schwarze ist derzeit die ideale Adresse, wenn man mal eine Katze zum kuscheln braucht. Die restliche Zeit des Tages kräht sie herum, weil sie a) Hunger hat oder b) nach draußen will oder c) Langweile hat – oder auf Grund einer beliebigen Kombination der Punkte a) bis c).
Dörte darf übrigens nicht so oft b) nach draußen, weil sie die Neigung zeigt, ihren Aktionsradius an den von Timmy anzugleichen – was neben den damit verbundenen Gefahren auch entsprechende Reaktionen der Nachbarn hervorruft

Alles andere zu Dörte findet sich
hier
Bonita (* März 2006)
Bonita heißt nicht Bonita sondern „
Ziska“ weil das eine Kurzform von „Franziska“ ist und Gabis Großtante sie immer so genannt hat – und ich auch, weil ich finde, dass „Ziska“ viel besser zu dem kleinen Wiesel passt

Sie lebt sich gerade ziemlich gut ein und weitet ihren Aktionsbereich vorsichtig nach und nach auf das ganze Haus aus.
Abgesehen davon brauche ich zu ihr wohl nicht mehr allzu viel schreiben, da das meiste ja hier in
diesem Thread steht.

Kommen wir nun zu den drei nur-zu-Gast-aber-schon-so-lange-dass-sie-irgendwie-dazugehören-Katzen. Diese gehören eigentlich Tanja aber da sie sie zunächst nicht mitnehmen konnte, warten sie nun hier, bis sie ebenfalls reisen können. Da sie nun schon fast ein halbes Jahr mit all den anderen zusammenleben, würden wir es komisch finden, sie nicht ebenfalls hier vorzustellen
Hexe (* 1995)
Die schneeweiße Schönheit hat diesen Namen nicht verdient. Sie ist eine ruhige und bezaubernde Katzendame in fortgeschrittenem Alter, die sich die Kommode in unserem Schlafzimmer als Residenz auserkoren hat und von dort ihre täglichen Rundgänge unternimmt. Sie versteht sich mit allen unseren Tieren und war auch die erste, die mit Ziska Kontakt aufgenommen hat – beide bewohnen nun einvernehmlich das Schlafzimmer.

Armani (* 2002/2003)
Armani hingegen hat sich abgesetzt und ist bei einer Nachbarin eingezogen

Die ältere, alleinstehende Dame verwöhnt ihn nach Strich und Faden und würde ihn am liebsten behalten. Da Armani dieses Arrangement nicht unangenehm zu sein scheint, lassen wir ihn einfach da wo er ist.

Ally (* Juni 2005)
Ally hätte den Namen Hexe hingegen schon eher verdient

Übermütig startet sie immer mal wieder schnelle Attacken auf ihre Mitbewohnerinnen. Vor allem Susi ist ein beliebtes Opfer und auch der kleinen Ziska hat sie schon das eine oder andere Mal Angst eingejagt. Abgesehen davon ist sie natürlich ein absolut liebenswertes Wesen – kann ja gar nicht anders, wenn Sie aus unseren Händen stammt

Abgesehen von diesen zwölf Vierbeinern gibt es natürlich auch immer eine wechselnde Zahl von Pflegekatzen – derzeit sind es neun – sowie tatsächlich auch zwei Zweibeiner:

Eventuelle Ähnlichkeiten zu den Blues Brothers sind rein zufällig
